Seit ein paar Monaten bin ich stolzer Besitzer eines eigenen NAS (Network Attached Storage). Die zwei eingebauten Festplatten stehen damit jedem Gerät in meinem kleinen Heimnetzwerk als zentraler Datenspeicher zur Verfügung. Ich entschied mich beim Kauf für das D-Link DNS-323, welches zwar performancetechnisch nicht mit professionellen Geräten zu vergleichen ist, dafür aber mit einem sehr günstigen Preis-/Leistungsverhältnis aufwartet und durch die große Community viele Erweiterungsmöglichkeiten bietet.
Inzwischen läuft auf dem NAS auch ein Squeezebox-Server (s.g. SqueezeCenter), der meiner Squeezebox immer meine Musiksammlung bereitstellt, auch wenn der PC mal nicht läuft. Leider bewirkt das SqueezeCenter, dass auf die Festplatten stets zugegriffen wird, sodass die 1. Festplatte (sda1) keinen spindown mehr vollzieht. Auch, wenn bei mir zwei Samsung F2 EcoGreen zum Einsatz kommen, stört es mich, die Festplatte 24/7 laufen zu lassen. Neben der kürzeren Lebenserwartung des Festplatten, bedeutet der Dauerbetrieb auch mehr Abwärme, Stromverbrauch (je Platte 3,5 Watt à 0,21 € /kWh = 6,44 € / Jahr) und ein konsquentes Brummen aus meinem Schrank
Daher entschied ich mich, das Squeezecenter auf einen USB-Stick auszulagern. (Sehr empfehlenswert hierzu ist Ulis Tutorial). Mein ursprünglicher Plan, auf einem Fun_plug 0.5 das SqueezeCenter selbst zu installieren, gelang mir leider trotz stundenlanger Versuche nicht, sodass ich schlussendlich einfach ein fertig gepacktes fun_plug mit integriertem Squeezecenter von fonz verwendete und dieses fun_plug analog zum Tutorial auf einem USB-Stick auslagerte. (Tipp: Der erste Boot mit diesem modifiziertem fun_plug startet automatisch die Installation des SqueezeCenters, was jedoch ewig dauert, da noch Packete wie Pearl und MySQL installiert werden. Also nicht wundern, wenn telnet bereits läuft, jedoch der Squeezebox-Server nicht aktiv ist.) Resultat: Nach erfolgreichem Durchwandern von Ulis Tutorials mit dem modifiziertem Squeezecenter-Funplug wird dieses auf dem USB-Stick geladen und der Squeezeboxserver automatisch auf dem USB-Laufwerk installiert. Anschließend ist es ratsam, den in dieser Version fehlenden Paketmanager von fonz “funpkg” hinzuzuladen, um später komfortabel weitere Pakete installieren zu können.
Nachdem das Squeezecenter nun auf dem USB-Laufwerk installiert ist, wird auch der Cache des Squeezecenters auf dem USB-Laufwerk abgelegt, was zur Folge hat, dass auf die Festplatten nicht mehr zugegeriffen werden muss. Hat man den Platz auf dem USB-Laufwerk (z.B. durch eine HDD statt einem Flash-Speicher), lässt sich zusätzlich auch noch die Musiksammlung dort ablegen, um zu verhindern, dass beim Abspielen auf die Festplatten zugegriffen werden muss. (Mehr dazu)
Trotzdem fällt auf, dass das NAS nie ganz still steht und immer noch eine Festplatte vor sich hin läuft. Nach kurzer Analyse stand fest: Das DNS-323 legt auf beiden internen HDDs jeweils eine Swap-Partition an. Auf diesen Swap-Speicher wird durch das speicherhungrige Squeezecenter konsquent zugegriffen, wodurch sich mindestens eine Festplatte nie ganz abschalten kann. Es empfiehlt sich daher, den Swap-Speicher auch auf das USB-Speicher zu legen, wenn dieser groß und schnell genug ist.